Dachstein Rundwanderweg
   
   
   
Tagesetappe 3: Südwandhütte – Gletscherwanderung – über die Hochfläche „am Stein“ zum Guttenberghaus zur nächsten Etappe



Ausgangspunkt ist die Dachstein Südwandhütte

– 35 Minuten Abstieg zur Türlwand, der Talstation der Dachstein Gletscherbahn in 1.700 m SH. Wer statt auf der Südwandhütte in einem der 3 Hotels im Umkreis der Gletscherbahn übernachtet hat, erreicht die Gondel innerhalb weniger Minuten.

Die Bahn beginnt um 8h – mit Ausnahme am Donnerstag, wo bereits ab 5 h Früh die „Sonnenaufgangsgondeln“ fahren (Anmeldung erforderlich). Die Gondel überwindet die 1000 Höhenmeter in nur 7 Minuten bis zur Bergstation Hunerkogel in 2.700 m SH. Neu: der „Sky Walk“ als Aussichtsplattform am Hunerkogel.

Variante: statt Gondelauffahrt Aufstieg durch Schwadering und Hunerscharte zum Gletscher. Ausgangspunkt ist die Südwandhütte. Unmittelbar hinter der Hütte beginnt der Anstieg – Nr. 615. In steilen Serpentinen windet sich der Steig durch das Kar der Schwadering hinauf. Die Erstbesteigung erfolgte durch den Ramsauer „Auhäusler“, der bei der Gämsenjagd den Spuren der flüchtenden Gämsen folgte u. dabei durch Zufall einen Durchstieg durch die Felsabstürze zum Schladminger Gletscher entdeckte. Dieses Teilstück ist heute versichert und führt spektakulär direkt hinauf zum Gletscherrand. 1.000 m Höhendifferenz.

Variante Gipfel: Aufstieg zum Dachstein Gipfel (Mit Bergführer od. nur für geübte Bergsteiger!) Wer den Sonnenaufgang am Gletscher erlebt hat, hat eigentlich Zeit genug, genügend Kondition vorausgesetzt, auch den Dachstein Gipfel zu ersteigen. Aufstieg ca. 1,5 Std. - 2 Std. ab Bergstation. An den Liftstützen vorbei führt der breit präparierte Schneeweg in Richtung Dirndl. Nach einem sanften Abstieg, direkt am riesigen Dirndlkolk (eine vom Wind sichelförmig ausgefräste Schlucht) vorbei, folgt ein kurzer Aufstieg zur Seethalerhütte auf der Dachsteinwarte.

Ein toller Aussichtspunkt u. der Ausgangspunkt für den direkten Aufstieg zum Gifpel. Es gibt 2 Möglichkeiten für den Gipfelanstieg: Schulteranstieg (beginnt direkt am Felsansatz u. ist ein Klettersteig, der über das Mecklenburger Band ca. 100 m oberhalb der Randkluft in den Normalanstieg mündet.) Normalanstieg: Im Gegensatz zum Schulteranstieg geht es steil im Schnee bis zum Einstieg zur Randkluft, und dann 180 Höhenmeter im Fels zum Gipfel. Kein Klettersteig, allerdings sind Sicherungshilfen vorhanden und teilweise Stahlstifte. Gehzeit ab Bergstation: Hin - u. retour ca. 4 Std. einplanen. Der Dachstein ist der höchste Gipfel im Dachsteingebirge, 2.995 m. Nach Süden mit gewaltigen Wandfluchten abbrechend, im Norden von Gosau- und Hallstättergletscher umgeben.

 

 

 


Hochalpine Hütten: die Adamekhütte am Gosaugletscher u. die Simonyhütte am Hallstättergletscher. Hochalpine Höhenwege als Verbindung z.B. über den Hohen Trog. Die Variante zum Dachstein Gipfel ist der Hohe Gjaidstein für Eilige (2 bis 2,5 Std. hin u. retour). Nr. 615 – Ausgangspunkt ist die kleine Bergrettungshütte am Felsen (ca. 10 Minuten über den Gletscher nach Norden). Leichter Klettersteig – prachtvolle Aussicht – lohnend.

Höhendifferenz: 2.646 – 2.794 m SH – Gipfel des Hohen Gjaidstein. Die Route zum Guttenberghaus – die Gletscherwanderung (Nur bei sicherem Wetter!) Unmittelbar bei der Bergstation beginnt der Gletscher – im Süden brechen die Felsen senkrecht zu den Ramsauer Almen ab, nach Norden öffnet sich die riesige Gletscherfläche, die vom Felsrücken des Gjaidstein unterbrochen wird. Im Osten zeigen sich im Anschluss an den Schladminger Gletscher die weiten Flächen und Rücken der „Landschaft am Stein“ u. dahinter reihen sich Berge an Berge, aber alle überragt vom riesigen Felsstock des Grimming. Der Steig zum Guttenberghaus führt zunächst Richtung Gjaidstein (N) und auf der linken Seite des Doppelschleppliftes bergab nach Osten. Die Markierungsnummer ist 674.

Vorsicht ist geboten - wer zeitig unterwegs ist und wenn nach kalten Nächten der Schnee noch gefroren ist. Außerdem sollte für diese Wanderung das Wetter gut gewählt werden. Es ist eine hochalpine Tour, die auf 2.700m SH beginnt und es gibt keinen Unterschlupf auf der ganzen 4 stündigen Wanderung zum Guttenberghaus. Als Orientierung dienen die farblichen Markierungen auf den Felsen und die Schneestangen, sowie die „Taube“, ein großes Steinmandl. Stöcke sind sicher von Vorteil. Besondere Vorsicht ist dort geboten, wo der Schnee übergeht in den Felsen, damit man nicht unerwartet einbricht u. sich verletzt. Wichtig: gute, hohe Schuhe, Regenschutz, Verpflegung u. ausreichend Getränke.

Die Landschaft ist typisch für die Hochfläche „am Stein“, Schneemulden, leichte Anstiege, Felsrücken, kleine Rasenpolster und ein weiter Blick bis in das Tote Gebirge. Im Süden begleiten die Nordabstürze des Koppenkarsteins den Weg Nr. 674, später wird dann hinter dem Landfriedtal das Massiv der Scheichenspitze sichtbar. Auf der Feisterscharte, 2.198 m, treffen 2 Steige aufeinander. Weg Nr. 616 führt über die Hochfläche am Stein direkt zum Krippenstein (überquert das Plateau nach Norden). Die Nr. 616 ist der Abstieg zum bereits sichtbaren Guttenberghaus 2.146 m SH, und weiter in die Ramsau. Der Steig Nr. 618 führt weiter nach Westen zum Stoderzinken. Die Feister Scharte ist ein Sattel zwischen dem markanten Eselstein und dem Sinabell. Der Abstieg zum Guttenberghaus ist steil und kurz. Die Hütte; ein richtig gemütlicher Stützpunkt hoch über der Ramsau.

Vorsicht bei Gewitter und Nebel: bei Temperatursturz können die Markierungen eingeschneit werden - daher Wettervorhersage ernst nehmen! Die Alternative für Wanderer bei Schlechtwetter! Anstelle der Gletscherwanderung: Abstieg in die Ramsau am 5-Hütten Weg (Nr.6 u. 615) ab Hotel Türlwand oder über die Austria Hütte (Nr. 671) und den Roseggersteig nach Ramsau Ort. Wer gleich weiterwandert zweigt beim schönen Bauernhof Mayrhofer nicht ab nach Ort, sondern folgt dort dem Panoramaweg Nr. 1, oberhalb der Ramsau bis zum GH Feisterer. Dort beginnt der Aufstieg Nr. 616 zum Guttenberghaus.

Gehzeiten: Abstieg ca. 1,5 Std. bis Ramsau Ort, Panoramaweg bis Feisterer ca. 0,5 Std., Aufstieg Guttenberghaus 2 bis 2,5 Std., gesamt ca. 5-6 Std.

 

 

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