|
||||||
![]() Die erste Tagesetappe beginnt mit einem Paukenschlag. Der ideale Ausgangspunkt ist der vordere Gosausee. Von Gosau aus mit dem PKW (auch Busverbindung) in 10 Minuten erreichbar. Oder auf einer 2-stündigen Wanderung am Panoramaweg von Gosau zum Gosausee. Ein schöner Gasthof, die Talstation der Gosaukammbahn, ein Wanderknotenpunkt und der geräumige Parkplatz sind eine perfekte Infrastruktur für den Start zur Dachstein Umrundung. Vom Gasthof sind es dann nur wenige Schritte bis zum See und zu einem der eindrucksvollsten Panoramen, die der Dachstein zu bieten hat – der Gosauseeblick. Diese Ansicht des vergletscherten Dachstein mit seinem Spiegelbild im Gosausee hat den steirischen Heimatdichter Peter Rosegger so fasziniert, dass er in seinem ersten Wanderbuch im Jahre 1848 begeistert schrieb: „Der Gosausee ist der Taschenspiegel des Dachstein, in dem sich der alte Schelm des Abends, wenn das Alpenglühen seine Wangen schminkt, so selbstgefällig beschaut“. 1. Teilstück: Gosausee 940 m – Zwieselalm/ Gablonzer Hütte 1.522 m (Aufstieg Gosausee – Gablonzer Hütte ca. 1 Std. 20 Min.) Wer mit der Gondelbahn zur Gablonzerhütte auf der Zwieselalm fährt, spart sich immerhin 582 Höhenmeter Aufstieg. Der Weg Nr. 620 beginnt direkt am See und führt nach rechts in den Hochwald und weiter in steilen Serpentinen direkt zur Gablonzer Hütte. Von dort bietet sich ein bemerkenswertes Panorama, das von einer grandiosen Aussicht zum Dachstein mit Gosau- Torstein- und Schneelochgletscher geprägt wird. Eingerahmt wird dieses Bild von den wild aufzackenden Türmen des Gosaukamms, allen voran der Große Donnerkogel (2.055 m). |
![]() 2. Teilstück: Gehzeit Gablonzer Hütte bis Stuhlalm ca. 1,5 bis 2 Std. Am Weg Nr. 611, dem sogenannten Austria Weg, wandern wir zunächst über steile Blumenwiesen (ca. 70 Höhenmeter) bis zum Oberen Törlecksattel. Dort wendet sich der Weg nach Westen und wir sollten uns noch einen letzten Blick auf die nördlichen Gletscherfelder des Dachstein gönnen, bevor es dann leicht bergab an der Südseite des Großen Donnerkogels weitergeht. Am unteren Törlecksattel zweigt der Steig Nr. 628 zum Großen Donnerkogel ab. (Variante für trittsichere Geher – teilweise versichert – großartige Ausblicke). Meist eben oder leicht fallend quert der Austria Weg die steilen, teilweise felsigen Flanken des Donnerkogels, führt durch Latschen (Vorsicht: teilweise glitschige Wegpassagen) und Wald bis zur Stuhlalm (1.461 m SH). Schöne Ausblicke in die Hohen Tauern und zu den Gipfeln des Gosaukamms. Fast auf gleicher Höhe wie die kleine Stuhlalm (Jausenstation), nur 0,5 Std. Richtung Süden entfernt, liegt die Theodor Körner Hütte (1.466 m – ÖAV – 39 Schlafplätze – Zugang auch direkt von Annaberg im Lammertal aus (2,5 Std.). Ein idealer Standort für die Besteigung vieler Gipfel im Gosaukamm, wie Angerstein, Strichkogel... Der Weiterweg ist abwechslungsreich: beim Durchgang durch das Stuhlloch sind steile 130 Hm zu überwinden. Dann allerdings windet sich der Steig im leichten Auf und Ab durch Latschengassen und Felsblöcke und bietet immer wieder tolle Ausblicke zum Zackengrat des Gosaukamms. Dann dominieren die grünen Almen. Etwas tiefer liegt die kleine Sulzkaralm, wo zwei junge Sennerinnen die Wanderer gerne mit frischer Milch, Butter und vielerlei selbstgemachten Käsesorten verköstigen. Der kleine Umweg von 100 Höhenmeter im Ab- und Aufstieg ist durchaus lohnend, auch weil man beim Aufstieg im Frühsommer viele herrlich duftende Kohlröserl, eine Orchideenart, (Vanilleduft), finden kann. Die nächsten 45 Gehminuten stehen dann ganz im Banne der Bischofsmütze, deren markanter Doppelgipfel hoch über den Austria Weg aufragt. Überraschend taucht nach einer Biegung auf einmal der riesige Felsklotz des Torstein (westlichster Gipfel des Dachstein Dreigestirns) auf und davor kann man auch schon die Hofpürglhütte (unser Etappenziel) auf ihrem Logenplatz in 1.701 m SH erkennen. Nach 30 Minuten ist dann die Hütte erreicht.
|
|||||















