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![]() Nach der Übernachtung im Guttenberghaus erwartet den Wanderer eine schöne Höhenwanderung. Nach dem ersten Aufstieg zur Feisterscharte mit einem attraktiven Tiefblick zur Ramsau und in die Schladminger Tauern überwiegt dann in der Folge die eigenwillige Landschaft der Hochfläche „am Stein“. Ein beinahe endloses Gewoge von grauen Rücken u. grünen Mulden wird zwischendurch von Zirben und Latschen unterbrochen. Im Osten begrenzen die Gipfel des Stoderzinken u. des Grimming den Horizont, während im Nordwesten die Gipfelkette des Toten Gebirges die Sicht begrenzt. Ab der Feisterscharte führt der Weg Nr. 618 zunächst am Nordabhang des Sinabell als angenehmer Steig nach Osten (leicht fallend). Nach gut einer Stunde Gehzeit dominiert dann grobes Blockgestein und eine wilde Landschaft oberhalb des Hölltals. Überraschend ist der Anblick des tief unten liegenden Höllgrabensees, der mit seinem smaragdgrünen Seeauge eine willkommene Abwechslung in dieser, sonst eher kargen, Felslandschaft ist. Wenn Sturm über die Hochfläche peitscht, dann dringt oft ein klagendes Sirenengeheul aus den Löchern im Gestein... dann wird der See seinem Namen „Höllgraben“ gerecht. Anfang Juli ist der den See umgebende Kessel voll blühender Alpenrosen. Ein schmaler Steig führt hinunter zum See, der wahrscheinlich unterirdisch auch den Bach speist, der durch die Silberkarklamm hinuntertost ... Nach dem Grubach zweigt der Pfad Nr. 619 ab u. führt über die Stangalm (nicht bewirtschaftet) steil bergab zur Silberkarhütte und weiter nach Ramsau Rössing zur Lodenwalke (Busverbindung nach Ramsau). Der Weiterweg (Nr. 618) verliert bis zur Grafenbergalm ca. 200 Höhenmeter, führt aber abwechslungsreich durch eine reizvolle Landschaft: Felsbuckel, Latschenhalden, Blumenwiesen, Schluchten und manchmal auch steile Felsmauern prägen diese Landschaft, die aus der Ferne so einförmig wirkt und im Nahbereich mit einer unwahrscheinlichen Landschaftsfülle aufwartet. Nach ca. 2,5 bis 3 Std. Gehzeit erreicht man die Grafenbergalm in 1.783 m SH.
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![]() Ein schöner Almkessel mit grünen Wiesenflecken, kleinen Seeaugen und Zirbengruppen ist das Umfeld dieser kleinen Alm, die vom Bodo Hell als Senner seit nunmehr 25 Jahren im Sommer betreut wird (Vom Lodenwalker und GH Burgstaller aus der Ramsau gibt es einen Zugang über die Stornalm zur Grafenbergalm am Fuße des Kufstein). Alpenrosen und eine Fülle von Blumen machen die Wanderung, speziell im Juli, zu einem wirklichen Vergnügen. Trotzdem – es gibt kaum Wasser unterwegs, also gut vorsorgen und auf das Wetter achten. Die Grafenbergalm ist ein Wanderknotenpunkt – Markierung beachten! Die Szenerie wechselt ab der Grafenbergalm – denn hier beginnt wieder der Wald. Unser Weg Nr. 61 führt direkt nach Westen - nach wenigen Minuten Gehzeit erreicht man einen herrlichen Aussichtspunkt oberhalb des Grafenbergsees mit einem phantastischen Blick zurück zum Gletscher des Dachstein. Im stetigen Auf und Ab werden dann kleine Kessel mit vielen Blumen durchwandert, dann wiederum Wald mit vielen Zirben, kleine Felswände müssen umrundet werden, Tiefblicke zum Ahornsee laden zur Rast ein und letztendlich durchwandert man einen lichten Lärchenwald u. der Steig windet sich in Serpentinen (mäßig steigend), über viele Wurzeln und Felsen bis zur Brünnerhütte (Übernachtungsmöglichkeit). Weitere 20 Minuten Gehzeit bei leichtem Anstieg trennen uns dann noch vom GH Steiner (1.872 m), einem Gasthaus mit allem Komfort, das mit einer schönen Höhenstraße mit Gröbming verbunden ist. Vorteil ist die Nähe zum Stoderzinken Gipfel – 2048 m SH bei 45 Minuten Gehzeit. Der Gipfel des Stoderzinken bietet am Abend und beim Sonnenaufgang einen Traumblick zum Dachstein u. in die Schladminger Tauern. Also: wer noch genug Kondition hat, dieser Gipfelblick ist es wert! |
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